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Sanierung von Erdgräbern mittels Pufferraum, Dränbohrungen und Bodenaustausch

Kurzinformation

Vorgestellt wird ein neuartiges patentiertes Verfahren zur Sanierung von vernässten Gräbern (Europäisches Patent Nr. EP1277898), bei dem durch Schaffung eines Pufferraumes, durch in der Grabgrube niedergebrachte Dränbohrungen und durch Austausch des tonigen und verbrauchten Friedhofsbodens ein gut durchlüftetes und weitgehend trockenes Bodenmilieu in der Grabgrube geschaffen wird, bei dem ein guter biologischer Abbau und eine rasche Verwesung gewährleistet ist.

Die Entstehung so genannter „Wachsleichen” wird verhindert, die notwendigen Grabruhefristen verringern sich. Das Verfahren zeichnet sich durch eine breite Anwendbarkeit und geringe Kosten aus.

Das Verfahren wird seit über 2 Jahren an mehreren Friedhöfen in der Nähe unseres Firmensitzes (Raum Regensburg) angewandt, mehr als 300 Gräber wurden damit bislang erfolgreich saniert.

Die Ausgangssituation

Viele Friedhöfe wurden errichtet im Bereich von Böden, die für Erdbestattungen nicht bzw. nur bedingt geeignet sind. Böden mit schlechter Wasser- und Luftdurchlässigkeit, oft in Verbindung mit Grund-, Hang- oder Stauwasserbeeinflussung führen zu Wasseransammlungen in den Grabgruben und Sarginnenräumen.

Doch was passiert in einem feuchten Grab? Die Antwort: Nichts! Ein normaler biologischer Abbau ist nicht mehr gewährleistet. Der Sauerstoffmangel führt zu unzureichender Verwesung der Leichen, es kommt zur Entstehung von „Wachsleichen”.

Die Zahl der betroffenen Friedhöfe ist hoch. Eine im Jahre 2003 durchgeführte Umfrage unter Bayerischen Gemeinden ergab, dass bei einem Rücklauf von 668 Befragten in 185 Fällen Probleme infolge unzureichender Verwesung eingeräumt wurden. Die antwortenden Gemeinden betreuen insgesamt 628 bayerische Friedhöfe, davon 278 (44,3 %) mit Zersetzungsproblemen (M. GRAW in Bayerische Gemeindezeitung Jg. 54 Nr. 10 vom 08.05.2003).

Die Friedhofsbetreiber stehen der Situation meist hilflos gegenüber und reagieren allenfalls mit einer Verlängerung der Ruhefristen. Konventionelle Sanierungsmaßnahmen wie z.B. der nachträgliche Einbau von Grabkammer-Systemen und Drainagen sind aufwendig und meist schon aus Kostengründen nicht zu verwirklichen.

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Das Sanierungsverfahren

In einem ersten Schritt müssen die genauen Ursachen für die Vernässungen der Grabgruben abgeklärt werden. Dazu werden die bodenkundlichen und hydrogeologischen Standortverhältnisse für die von Nässeproblemen betroffenen Bereiche des Friedhofes ermittelt.

Durch Sondierbohrungen wird dabei der oberflächennahe Untergrund, insbesondere die Beschaffenheit und Mächtigkeit der Decksedimente und das Auftreten von Stau- oder Grundwasser erkundet. Mit Hilfe von Versickerungstests wird die Wasserdurchlässigkeit in den verschiedenen Bodenschichten ermittelt. Abhängig vom Ergebnis wird ein jeweils für den Einzelfall optimiertes Sanierungskonzept erstellt. Nach unseren bisherigen Erfahrungen ist das hier vorgestellte Verfahren in der überwiegenden Zahl aller Fälle erfolgversprechend einsetzbar.

Vorschau SchemaBei Neubelegung einer Grabgrube wird dabei das Erdreich bis in eine Tiefe ausgehoben (s. Abbildung, Klick für vergrößerte Ansicht), die unter dem Niveau der vorgeschriebenen Grabgrubensohle liegt. Zudem können in der Grabgrube Dränbohrungen niedergebracht werden, die bis in tiefere, besser durchlässige Bodenschichten reichen.

Der übertiefte Grubenraum wird zusammen mit den Bohrlöchern mit Sand verfüllt. Ein an der Grenze zwischen Grabgrube und Pufferraum eingebrachtes Geovlies zusammen mit einer Schicht Aktivkohle dienen der Filterung und Bindung etwaiger bei der Verwesung austretender Schadstoffe. In dem unterhalb der eigentlichen Grabgrubensohle geschaffenen Pufferraum aus Sand ist eine vorübergehende Aufnahme von größeren Mengen an Sicker- und Stauwasser möglich, je nach Größe bis zu mehreren Hundert Litern.

Die Tiefe und damit das Volumen des Pufferraumes sind unter Berücksichtigung der klimatischen Verhältnisse und der Sickerleistung des Bodens so gewählt, dass das insbesondere in der kühleren Jahreszeit durch die fehlende oder verminderte Verdunstung anfallende Sickerwasser solange zwischen­gespeichert wird, bis es in den trockeneren Witterungsperioden vom Boden aufgenommen werden oder über die Dränbohrungen in den Untergrund versickern kann. Selbst bei einer vergleichsweise geringen Absickerung in den Untergrund ist ein Überfluten der Grabgrube und des Sarginnenraumes oberhalb des Pufferraumes mit Stauwasser wirksam verhindert. Nur bei völlig undurchlässigen Bodenverhältnissen auch noch bis in größere Tiefen (ab etwa 6 Metern unter Gelände) ist das Verfahren nicht bzw. nicht mehr wirtschaftlich anwendbar.

Wasserstandsmessungen, die über einen längeren Zeitraum an sanierten Grabgruben und im Pufferraum durchgeführt wurden, zeigten einen deutlichen Anstieg der Wassermenge während der kälteren Jahreszeit als Folge der stark verringerten Verdunstung. Doch bereits ein Pufferraum von 150 Litern (entspricht einer Sandschicht von etwa 0,35 m) ist ausreichend, um die Grabgrube ganzjährig weitestgehend trocken zu halten, sofern Absickerungsraten von mindestens 10 l/Tag über den Pufferraum und die Dränbohrungen aus der sanierten Grabgrube in den Untergrund gewährleistet sind.

Die Sanierungsmaßnahme erfolgt in enger Abstimmung mit den zuständigen Fachbehörden (Gesundheitsamt, Wasserwirtschaftsamt, Stadt, Landratsamt etc.), ggfls. Ist eine wasserrechtliche Erlaubnis dafür einzuholen. Die Fachbehörden entscheiden auch über Anforderungen an die Qualität des über die Dränbohrungen zur Versickerung gebrachten Wassers und die Art und Mächtigkeit der Filter-/Pufferzone. Gewährleistet bleiben müssen dabei ausreichende Filter- und Sorptionsfähigkeit der zu durchsickernden Bodenschichten und ein hinreichend großer Abstand zur Grundwasseroberfläche.

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Die Vorteile gegenüber anderen Verfahren

  1. Die Sanierung erfolgt bezogen auf eine Grabgrube jeweils bei deren Neubelegung; somit entstehen auch die Sanierungskosten nur einmalig je Grabgrube, eine kostenaufwendige Gesamtsanierung ganzer Grabfelder ist nicht notwendig.
  2. Da das Verfahren jeweils bei Neubelegung eines Grabes durchgeführt wird, entstehen keine Kosten für (den ohnehin notwendigen ) Ab- und Wiederaufbau des Grabsteines.
  3. Das Verfahren ist innerhalb bestehender Grabfelder möglich, auch in maschinell nicht zugänglichen Bereichen eines Friedhofes; die Dränbohrungen können auf kleinstem Raum mit einem speziellen Handbohrer bzw. mit einem tragbaren Motorbohrer abgeteuft werden.
  4. Das Verfahren ist auch im Altbestand historischer Friedhöfe (ohne Grabfundamentierungen) problemlos anwendbar. Die Stegbereiche zwischen den Grabgruben bleiben unverletzt als standfester (gewachsener) Boden erhalten.
  5. Der Sanierungserfolg kann mit Hilfe von Wasserstandsmesssonden, die in den Bereich sanierter Grabgruben eingebracht werden, sofort überprüft werden.

In Unterschied zu anderen Sanierungsverfahren, bei denen beispielsweise die Umbettung des Leichnams notwendig wird oder der Einsatz von chemischen Substanzen nötig sind, erfährt das hier vorgestellte Verfahren i.d.R. eine hohe Akzeptanz bei den Angehörigen. Es wird durchwegs als dem Verstorbenem gegenüber pietätvoll akzeptiert.

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Die Kosten des Verfahrens

Die Kosten für die Ermittlung der bodenkundlichen und hydrogeologischen Standortverhältnisse variieren in Abhängigkeit von der Größe der zu untersuchenden Fläche und von der Komplexität der pedologischen und hydrogeologischen Standortverhältnisse. Als Größenordnung kann eine Summe zwischen 2.000 und 8.000 Euro angesetzt werden. Es handelt sich um einmalige Kosten.

Die Kosten für die Sanierung variieren mit der Zahl und Tiefe der notwendigen Dränbohrungen, der Zugänglichkeit bzw. Unzugänglichkeit des Grabes für den Maschineneinsatz und den ortsspezifischen Deponiekosten für das ausgetauschte Erdreich. Als Größenordnung kann einmalig eine Summe zwischen 300 und 750 Euro je Grabgrube angesetzt werden. Für Folgebelegungen in der einmal sanierten Grabgrube entstehen keine weiteren sanierungsbedingten Kosten.

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